• Christopher

Buchrezension zu "Rich Dad Poor Dad" von Robert T. Kiyosaki

Aktualisiert: 23. Mai 2021

Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen


"Reiche Menschen erwerben Vermögenswerte. Die Armen und die Angehörigen der Mittelschicht erwerben Verbindlichkeiten, die sie für Vermögenswerte halten." - Robert T. Kiyosaki

Dies ist eines der Zitate aus dem Buch*, das mir am meisten im Kopf geblieben ist. Aber worum geht es überhaupt in dem Buch?


Rich Dad Poor Dad erzählt in autobiografischer Weise aus der Jugend des Autors Robert T. Kiyosaki und seinem Weg zum Multi-Millionär. Als Kind wuchs er mit zwei Vätern auf. Sein leiblicher Vater, der "arme" Vater, sowie der Vater seines Freunde Mike, der "reiche" Vater. Von seinem reichen Vater lernt Robert bereits als Kind wichtige Lektionen, wie die Reichen mit ihrem Geld umgehen und vermehren.


Der Klappentext

"Warum bleiben die Reichen reich und die Armen arm? Weil die Reichen ihren Kindern beibringen, wie sie mit Geld umgehen müssen, und die anderen nicht! Die meisten Angestellten verbringen im Laufe ihrer Ausbildung lieber Jahr um Jahr in Schule und Universität, wo sie nichts über Geld lernen, statt selbst erfolgreich zu werden.

Robert T. Kiyosaki hatte in seiner Jugend einen "Rich Dad" und einen "Poor Dad". Nachdem er die Ratschläge des Ersteren beherzigt hatte, konnte er sich mit 47 Jahren zur Ruhe setzen. Er hatte gelernt, Geld für sich arbeiten zu lassen, statt andersherum. In Rich Dad Poor Dad teilt er sein Wissen und zeigt, wie jeder erfolgreich sein kann."



Die Lektionen

Das Buch ist in neun Lektionen gegliedert, in jeder werden einem wichtige Dinge auf den Weg gegeben, die einem dabei helfen sollen, finanziell frei zu werden. Vor allem von dem reichen Vater lernen die beiden Freunde Mike und Robert sehr viel - beispielsweise was für ein Mindset notwendig ist, um reich zu werden. Dabei spielen insbesondere der Umgang mit den beiden Schlüssellektionen Angst und Gier eine wichtige Rolle.


Eine These von Robert T. Kiyosaki in seinem Buch lautet, dass Angestellte niemals reich werden können, da sie in einem Hamsterrad gefangen sind. Sie tauschen ihren kostbarsten Vermögenswert, die Zeit, gegen Geld. Da ein Tag aber zeitlich beschränkt ist, müssen andere Vermögensquellen - Stichwort passives Einkommen - her, um diesem Hamsterrad zu entfliehen. Der Autor hat zum Beispiel eine eigene Immobilienfirma, mit der er unter anderem aus dem Kauf und Vermietung von Immobilien einen passiven Cash-Flow generiert. Zusammengefasst gilt also: Optimiere deinen Cashflow. Sei sparsam und lieber Investor als Angestellter. Lass dein Geld für dich arbeiten und nicht umgekehrt.



Das Highlight

Ein besonderes Augenmerk möchte ich noch auf die bildhaften Beschreibungen zu den Unterschieden bei Investitionen zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten legen. Passend zu dem Zitat oben ist es eben oft so, dass man in Vermögenswerten investiert, von denen man glaubt, sie seien Vermögenswerte. Tatsächlich stellen sich diese dann aber doch als Verbindlichkeit heraus.

Knapp auf den Punkt gebracht kann man sagen: Investitionen sind Ausgaben, die zur Vermehrung des eigenen Vermögens beitragen sollen (beispielsweise Kauf von Aktien, vermietete Immobilien etc.). Verbindlichkeiten sind Ausgaben, die das eigene Vermögen reduzieren (zum Beispiel Kredite, Autos, andere Konsumartikel). Ein Vermögenswert generiert somit ein Einkommen und landet bei den persönlichen Einnahmen. Eine Verbindlichkeit generiert Ausgaben und führt somit zur Reduzierung seines Vermögens.


Fazit

Ich persönlich finde das Buch in einem leicht verständlichen, autobiografischen Stil geschrieben. Finanzielle Vorkenntnisse werden dafür nicht benötigt. Es gibt ein paar wirklich wichtige Lektionen, die einem die Augen öffnen und einen dabei unterstützen, ein Stück weit besser mit seinen Finanzen umzugehen.

An einigen Stellen wird das Buch zwar sehr amerikanisch á la "Von der Garage zum Millionär", insgesamt werden aber doch sehr wichtige Punkte vermittelt. Sehr gut gefallen hat mir die bildliche Darstellung zur Verbildlichung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie Erklärungen, wie ein Cash-Flow auszusehen hat.

Das Buch trägt auf jeden Fall dazu bei, die Welt einmal aus einer anderen Perspektive, nämlich der eines Investors, zu betrachten.

Eine Message, die meiner Meinung nach auf jeden Fall wichtig ist und von jedem beherzigt werden sollte - eigentlich aus dem Buch "Der reichste Mann von Babylon" stammend - ist: "Bezahle zuerst dich selbst!".


Wenn ich dein Interesse zu dem Buch geweckt habe, kannst du es gerne hier bestellen*. Es lohnt sich definitiv, einmal einen anderen Blickwinkel auf das Thema Finanzen zu bekommen.


Wir lesen uns,

euer Christopher von eduInvest

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